Selbstbehauptung und realistische Selbstverteidigung

Aktion statt Passion


Realistische Selbstverteidigung ist die hohe Kunst, nicht gegen etwas zu kämpfen, sondern für seine eigenen, selbstbestimmten Ziele. Gewalt ist der Versuch eines anderen, mir seinen Willen aufzuzwingen. Mit Grips gegen Muckis ist ein Angebot an alle Menschen, die gegen Gewalt sind und wissen wollen, wie sie in Frieden leben können. Wir müssen lernen, mit allem Wissen und Können und mit allen Kräften einen Kampf mit dem Angreifer zu verhindern. Daher: vermeide gefährliche Situationen durch Aufmerksamkeit; vermeide gefährliche Situationen durch Abschreckung; lass dich nicht provozieren; fange nicht selbst einen Kampf an! Leicht gesagt, schwer getan. Wir müssen auch wissen, wie das geht: Woran erkenne ich eine gefährliche Situation? Wie funktioniert Abschreckung? Wie kann ich cool und gelassen bleiben? Und was mache ich, wenn es trotzdem zum Kampf kommt? Wie kann ich mich gegen psychisch oder physisch Stärkere wehren? Mit Grips gegen Muckis ist die Weiterbildung vom Friedwilligen zum Friedfertigen. Glücklicherweise sind schwere Verbrechen selten, und bei körperlicher Gewalt sind Täter und Opfer fast ausschließlich junge Männer, doch ist jeder von uns täglich "kleinen" Angriffen (z. B. Machtspielchen, Kränkungen usw.) ausgesetzt.


Miteinander: alle gewinnen. Gegeneinander: alle verlieren.


Keine Angst vor Größeren!


Im Kampf spielt das Glück eine große Rolle. Beim Verhindern eines Kampfes spielt das Können eine große Rolle. Ein dänisches Sprichwort sagt: Beim Schiffbruch ist es zu spät, schwimmen zu lernen. Nutzen wir die Zeit zur Vorbereitung! Setzen wir der Brutalität unsere Intelligenz entgegen! Jetzt können wir analysieren, vergleichen, lernen, üben.

Wichtige Elemente der "Mit Grips gegen Muckis"-Strategie sind daher:
  1. Die geistige Vorbereitung ist das Allerwichtigste, alles Weitere folgt aus ihr.
  2. Die inneren Kräfte zu stärken ist wichtiger als Muskeltraining. Wer erwartet, zu scheitern, wird scheitern. Zuversicht, Kampfgeist und ein unbeugsamer Willen verleihen ungeahnte Kräfte.
  3. Nicht alleine wehren, sondern Hilfe beschaffen, Öffentlichkeit herstellen, als Gruppe verteidigen, nicht (vom Angreifer) weglaufen, sondern zu anderen Menschen hinlaufen.
  4. Nicht reagieren, sondern frei handeln, mit dem Ziel, die eigene Lage immer weiter zu verbessern. Kämpfe nicht gegen ihn; kämpfe für Dich! (s. Autopilot AUS).
  5. Die eigenen Kräfte bündeln, die Kräfte des Angreifers (oder der Angreifer) zersplittern. Meine Stärken gegen seine Schwächen (s. FBI-Regel).
  6. Was muss geschehen, damit ein Täter, der seinen Angriff bereits begonnen hat, diesen abbricht? (s. Täter)
  7. Jeder Täter kann sich sein Opfer unter Vielen aussuchen, deshalb muss ich ihn nicht besiegen (s. Jägerball).
  8. Dem Angreifer immer einen Fluchtweg offen lassen (s. Monaco).
  9. Es gibt keine Waffen (also "böse Gegenstände"), nur Menschen mit bösen Absichten, und in deren Händen wird jeder Gegenstand zur Waffe.
  10. Richtig helfen.
  11. Da man sich nur strategisch vorbereiten kann, den tatsächlichen Angriff aber nicht vorhersehen kann, muss man im Ernstfall Verteidigungen erfinden können (s. Vier Elemente).
  12. Warum Kampfsporttraining nicht ausreicht (s. hier).
"Was mir an Maßnahmen vorschwebt, ist eine wissenschaftliche, intelligente und disziplinierte Anwendung der Gewaltlosigkeit."
Mahatma Gandhi



Das Schöne und Befriedigende an meinen Kursen ist, dass die erworbenen Fertigkeiten auch im Alltag genutzt werden können. Dazu gehören unter anderem:

  • die eigenen Interessen erkennen und verteidigen
  • die eigenen Stärken kennenlernen, das Vertrauen in die eigene Kraft und die eigenen Fähigkeiten stärken
  • Leistungsblockaden beseitigen
  • das Kennenlernen unserer inneren Kräfte
  • selbstbestimmt statt fremdbestimmt handeln
  • die Erkenntnis "Für jedes Problem gibt es mehrere Lösungen"
  • die Handlungskompetenz erweitern, z.B. friedliche Konfliktlösungen finden
  • die Auswirkungen unserer Gedanken und Einstellungen erkennen
  • körperliche und geistige Beweglichkeit, Ausdauer und Kraft aufbauen
  • sich konzentrieren und entspannen können und auch unter Druck gelassen bleiben.


Schutzzone


Copyright © Arno Matthias   zuletzt geändert am 20.4.2017